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Motorradfahren in Gruppen 
Allein ist es im Himmel nicht schön und auch nicht auf dem Motorrad. Für viele Zweiradfreaks lassen sich anspruchsvolle Touren durchs Gebirge oder über kurvige Landstraßen nur in einer Gruppe Gleichgesinnter richtig genießen.

Damit der gemeinsame Ausflug reibungslos verläuft, sollten von allen Teilnehmern einige Regeln beachtet werden. Die beste Möglichkeit, eine Gruppe zusammen zu halten und Stress zu vermeiden, bieten vorab vereinbarte Treffpunkte. So verlieren auch schwächere Fahrer nicht den Anschluss, und der Druck, gerade bei stärkerem Verkehrsaufkommen unbedingt dranzubleiben, fällt weg. Idealerweise kennt jeder den Streckenverlauf und kann sich notfalls auch allein orientieren.

Bei Gruppen mit weniger als fünf Mitfahrern ist es sinnvoll, vor dem Start feste Handzeichen zu vereinbaren. Damit kann ein außerplanmäßiger Stopp angekündigt oder auf Probleme aufmerksam gemacht werden. Auch kurzfristige Streckenänderungen lassen sich so an die anderen Gruppenteilnehmer weitergegeben.

Gepäck sollte so verstaut werden, dass es die Fahrstabilität möglichst wenig beeinflusst. Je weiter das Gewicht von der vorderen Lenkachse entfernt ist und diese entlastet, umso stärker ist der Einfluss auf das Fahrverhalten. So kann der Lenker zu flattern anfangen oder das Motorrad bei hoher Geschwindigkeit ins Pendeln geraten. Deshalb das Gepäck so nahe wie möglich am Schwerpunkt der Maschine unterbringen. Am besten lassen sich schwere Sachen im Tankrucksack transportieren. Auf die Gepäckbrücke gehören nur leichte Gegenstände wie Schlafsäcke oder Zelte.

Reservehandschuhe und –schlüssel, eine Werkzeuggrundausstattung und Ersatzbirnen sowie –sicherungen sollten Teil jeder Ausrüstung sein. Da ein voll beladenes Motorrad unter Umständen ungewohnt reagiert, die ersten Meter vorsichtig angehen, um sich an das veränderte Fahrverhalten zu gewöhnen. Wer noch nie mit Gepäck gefahren ist, sollte unbedingt vorher üben.

Wichtig bei Konvoi-Fahrten ist vor allem, den Hintermann im Auge zu behalten, um bei Überholmanövern oder kritischen Situationen schnell reagieren zu können. Wer mit einer Gruppe unterwegs ist, sollte sich auf keinen Fall von zu schneller oder riskanter Fahrweise anderer anstecken lassen. Nur wer das eigene Können realistisch einschätzt und sich dementsprechend verhält, fährt sicher.

Spezielle Motorradtourenkarten, die in einem für Tankrucksäcke geeigneten Kartenbild landschaftlich und fahrtechnisch interessante Gebiete abdecken, erhalten ADAC-Mitglieder kostenlos in allen Geschäftsstellen



Weitere Wichtige Regeln für das Fahren im Konvoi:

• Kommt bitte mit vollgetanktem Motorrad zum Treffpunkt

• Vor jeder Tour wird ein Road-Captain bestimmt, der die Strecke kennt und voraus fährt

• Hinter ihm sollten sich die langsameren und/oder unerfahrenen Biker(-innen) einreihen, sie bestimmen das Tempo

• Das Motorrad, dass die auffälligste Beleuchtung hat, sollte als letztes fahren, damit man im Rückspiegel immer sehen kann,  ob der Konvoi noch komplett ist

• Der Konvoi startet erst, wenn wirklich Alle startklar sind, sollte auch nur einer "Stop!" rufen, wartet die ganze Truppe

• Wir fahren versetzt, mit ausreichendem Abstand zum Vorausfahrenden (siehe Abbildung)


versetztes Fahren

Heranfahren an Kreuzungen


• Innerhalb des Konvois sollte nicht überholt werden (Unfallgefahr)

• Sollte sich die Gruppe an einer Kreuzung oder Ampel teilen, wird der vordere Teil der Truppe langsam weiter fahren oder warten, bis der Rest wieder aufgeschlossen hat

• Wenn eine Ampel auf gelb wechseln sollte, macht keine abrupten Bremsmanöver, sondern fahrt durch, sonst kann es zu Auffahrunfällen kommen

• Jeder Biker achtet auf den, der hinter ihm fährt! Sollte er im Rückspiegel bemerken, dass der  Nachfolgende langsamer wird, oder halten muss, gibt er ein kurzes Hupsignal, das von den voraus  Fahrenden weiter gegeben wird, bis es schließlich auch beim Road-Captain angekommen ist, so das der Konvoi innerhalb kürzester Zeit langsamer werden bzw. halten kann

• Denkt daran, dass in Kurven jeder ausreichend Platz hat, bei unübersichtlichen Strecken sollte  auch hintereinander gefahren werden

*diese Informationen wurden mit freundlicher Unterstützung der GoldWingfreunde-Süd bereitgestellt.